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Kriminalität Neue Einheit soll für Sicherheit sorgen

124 Polizisten am Bahnhof gegen Dealer

Frankfurt.Die Polizei erhöht im berüchtigten Frankfurter Bahnhofsviertel den Druck auf Dealer und andere Straftäter. Eine neue Einheit mit 124 Polizisten löst im Oktober die im vergangenen Herbst eingerichtete Besondere Aufbauorganisation (BAO) ab, wie Innenminister Peter Beuth (CDU) gestern in Frankfurt ankündigte. Bei der BAO sind täglich rund 100 Polizisten zusätzlich im Dienst. Nun werde erstmals eine BAO in den Regeldienst überführt und "hessenweit personell die größte operative Dienststelle" geschaffen, berichtete Beuth.

Zudem werde die Bereitschaftspolizei drei- bis viermal pro Woche mit rund 30 Kollegen zusätzlich im Bahnhofsviertel unterwegs sein. Zwei Schutzmänner vor Ort fungieren als Bindeglieder zwischen Polizei, Anwohnern und Gewerbetreibenden. Das 4. Revier in Bahnhofsnähe mit seinen 116 Stellen bleibe erhalten, bekomme sogar noch 5 Stellen dazu, damit jeden Tag ein Streifenwagen mehr auf der Straße sein könne, sagte Beuth.

Schnelle Reaktion gefordert

Der Minister forderte insbesondere die Stadt, aber auch die Bundespolizei und die Deutsche Bahn auf, deutlich mehr für das Sicherheitsgefühl in dem Quartier zu tun. Die schwarz-grüne Landesregierung habe vorgelegt. "Jetzt müssen auch alle anderen ran." Die Stadt etwa müsse "sofort auf massive Verunreinigung reagieren". Die Bundespolizei habe zwar angekündigt, mehr Kräfte in den Hauptbahnhof zu verlegen, sagte Beuth. Ob diese ausreichten, werde sich zeigen.

OB Feldmann begrüßte die Ankündigung Beuths. "Freue mich, dass das Land Hessen der Forderung der Stadt Frankfurt nachkommen will", sagte der SPD-Politiker. "Die Stadt tut, was sie kann, aber das Gewaltmonopol liegt bei der Landespolizei. Sie muss für die Sicherheit sorgen." lhe