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Videoüberwachung Aufnahmen konnten 2018 bei der Ermittlungsarbeit von rund 1900 Straftaten helfen / Auch Prävention wichtig

191 Kameras sorgen für mehr Sicherheit

Archivartikel

Wiesbaden/Frankfurt.Das Sicherheitsgefühl der Hessen soll sich verbessern. Um Straftaten schneller aufzuklären oder gar zu verhindern, unterstützt deshalb das Innenministerium Kommunen, die Videokameras installieren. Mit insgesamt 191 Kameras überwachen Polizei und Kommunen öffentliche Plätze in hessischen Städten. In 19 Städten seien bereits 23 fest installierte Videoanlagen in Betrieb, teilte das Innenministerium in Wiesbaden auf Anfrage mit. Die Bilder würden überwiegend von der Polizei ausgewertet. Allein im vergangenen Jahr seien 1900 Straftaten registriert worden, bei denen die Aufzeichnungen für die Ermittlungen oder gar zur Klärung von Straftaten beitragen konnten, erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU).

Hinzu komme der vorbeugende Nutzen der Videoschutzanlagen. „Ihre Präsenz trägt spürbar dazu bei, dass an den Örtlichkeiten mit Videoschutzanlagen Straftaten erst gar nicht mehr stattfinden“, teilte Beuth mit. Will eine Kommune solche Kameras installieren, übernimmt das Land zwei Drittel der Kosten und stellt das fachliche Know-how bereit. Pro Jahr stehen 1,3 Millionen Euro Fördermittel bereit.

Der Minister übergab der Stadt Frankfurt am Montagabend einen Bescheid über 1,2 Millionen Euro für die Instandhaltung der Videoanlagen im Bahnhofsviertel. In Frankfurt sind nach Angaben des Sicherheitsdezernats an drei Stellen Videoanlagen fest installiert: drei Kameras an der Konstabler Wache, zwei auf dem Bahnhofsvorplatz und eine an der Kreuzung Kaiserstraße/Moselstraße. Dazu kommt eine mobile Anlage im Allerheiligenviertel. Ende 2017 wurde beschlossen, die Videoüberwachung auszubauen.

Lage deutlich verbessert

„Die Kriminalitätslage an diesen Örtlichkeiten hat sich aufgrund der Bildübertragung durch Sicherheitskameras und begleitende Konzepte (Polizeikräfte, soziale Angebote) deutlich verbessert“, hieß es in der Vorlage für die Stadtverordnetenversammlung.

Auch beim kommunalen Sicherheitsprogramm „Kompass“ (KOMmunalProgrAmm SicherheitsSiegel) spielen Videoanlagen eine wichtige Rolle. So hängen 103 der insgesamt 191 Kameras in acht „Kompass“-Kommunen. Momentan nehmen 50 Kommunen an dem Sicherheitsprogramm des Innenministeriums teil, weitere 19 stehen in den Startlöchern. Auch in diesen Kommunen wurden nach Ministeriumsangaben bereits vier Videoanlagen mit insgesamt 36 Kameras installiert.

Ziel der „Kompass“-Initiative ist es, im Netzwerk von Polizei, Kommunen und Bürgern die Sicherheit und das subjektive Sicherheitsgefühl vor der Haustür zu optimieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention. Zur Evaluierung der Initiative wird das Kommunalprogramm wissenschaftlich begleitet.

Hessen habe zuletzt mit neuen mobilen Video-Anhängern das Videoschutz-Portfolio seiner Polizei um eine sehr flexible Komponente erweitert, teilte das Ministerium weiter mit. lhe