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Darmstadt Polizeianwärter mit Messer / Überträgt Hund Virus?

22-Jähriger suspendiert

Archivartikel

Wiesbaden.Der hessische Polizeianwärter, gegen den im Zusammenhang mit Krawallen in Darmstadt ermittelt wird, ist an dem Abend bewaffnet gewesen. Der Mann sei derzeit vom Dienst suspendiert. Er habe im Herrngarten am Rande des Schlossgrabenfestes ein Klappmesser und ein Tierabwehrspray dabei gehabt, sagte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) gestern im Innenausschuss des Landtags. Er berief sich auf erste polizeiliche Erkenntnisse.

In der Nacht zum Sonntag wurden Beamte im Darmstädter Herrngarten nach Angaben der Polizei von einer Menschenmenge angegriffen. 15 Polizisten wurden verletzt, 112 Männer und Frauen vorläufig festgenommen. Der 22 Jahre alte Polizeianwärter soll versucht haben, seinen Polizeistatus zu nutzen, um festgenommene Freunde zu befreien. An den Randalen sei er nach derzeitigem Stand nicht beteiligt gewesen, sagte Beuth. Gegen ihn werde unter anderem wegen versuchter Gefangenenbefreiung und Verstößen gegen das Waffen- und Versammlungsrecht ermittelt, sagte Beuth.

Ein bei den Ausschreitungen eingesetzter Polizeihund hat mit seinen Bissen möglicherweise HIV unter den Randalierern übertragen. Einer der gebissenen Männer sei mit dem Virus infiziert gewesen, teilte die Polizei mit. Eine Ansteckung mit dem Virus durch den Hundebiss sei zwar „höchst unwahrscheinlich“, Betroffene sollten dennoch ihren Arzt informieren, riet die Behörde gestern. Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass der HIV-infizierte Mann ausschließlich an Hepatitis C erkrankt war. lhe