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Verkehr Land fördert Karlsruher „Kombilösung“

30 Millionen Zuschuss

Archivartikel

Karlsruhe.Das Land wird sich mit 30 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant an der „Kombilösung Karlsruhe“ beteiligen, dem derzeit nach Stuttgart 21 zweitgrößten Infrastrukturprojekt in Baden-Württemberg. Der Zuschuss soll von bislang 100,8 auf 131,2 Millionen Euro erhöht werden. Da die Kosten des Projekts zuletzt immer weiter angestiegen sind, rechnet Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sogar mit einer weiteren Steigerung der Landesbeteiligung auf bis zu 175 Millionen Euro. Dies geht aus der Kabinettsvorlage für die Sitzung des grün-schwarzen Ministerrats am kommenden Dienstag hervor. Das Papier liegt dieser Zeitung vor.

Es ist davon auszugehen, dass das Kabinett der höheren Beteiligung des Landes zustimmt. „Der bisherige Beitrag des Landes beruht auf einer Finanzierungsvereinbarung zwischen Land und Stadt Karlsruhe aus dem Jahr 2008. Die Kosten sind zwischenzeitlich deutlich angestiegen“, begründet Hermann in der Vorlage die höhere Landesbeteiligung. Bei dem ÖPNV-Projekt in Karlsruhe soll unter anderem umgesetzt werden, dass die Straßenbahn künftig unter der Einkaufsmeile Kaiserstraße verläuft. Auch ein großer Autotunnel in der Innenstadt wird gebaut. Grund für die Kostensteigerungen ist zum einen die Entsorgung des zum Teil aluminiumbelasteten Aushubmaterials. Auch der sogenannte Druckluftvortrieb in einem Tunnel habe aus Sicherheitsgründen länger gedauert und deshalb höhere Investitionen verursacht. Geplant ist, dass das gesamte Projekt bis zum Jahr 2021 realisiert sein soll. mis