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Asyl Statistisches Landesamt legt Zahlen zu Bewerbern vor

30 Prozent weniger Ausgaben

Archivartikel

Wiesbaden.Sie kommen vor allem aus Asien oder Afrika, sind mit einem Durchschnittsalter von 24,9 Jahren jung und vor allem männlich: Das Statistische Landesamt in Wiesbaden hat gestern Zahlen zu den in Hessen lebenden Asylbewerbern veröffentlicht. Die Zahl der Menschen, die im vergangenen Jahr Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhielten, hat sich danach im Vergleich zu 2016 mehr als halbiert. Die Ausgaben für Asylbewerber – insgesamt knapp 607 Millionen brutto – gingen 2017 im Vergleich zum Vorjahr dagegen um rund 30 Prozent zurück.

Nur ein Drittel Frauen

Insgesamt bezogen 33 500 Menschen Leistungen, das seien 52 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Die meisten der Asylbewerber stammten aus Afghanistan, Pakistan, Irak und Iran.

Im Jahr 2016 hatte die Zahl der Asylbewerbungen in Hessen mit Anträgen von 69 900 Menschen ihren bisher höchsten Stand erreicht. Im vergangenen Jahr war vor allem die Zahl von Asylbewerbern aus Syrien und Afghanistan gesunken, während prozentual mehr Menschen aus der Türkei und der Russischen Föderation Asyl suchten. Nur etwa 13 Prozent der Empfänger von Leistungen waren älter als 40 Jahre, während ein Viertel der Asylbewerber im Alter von 18 und 25 Jahren war, 27 Prozent waren den Angaben zufolge Minderjährige. Frauen und Mädchen machten nur etwa ein Drittel der Asylbewerber aus.