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Versicherung Apotheker wegen Betrugsverdacht angeklagt

400 falsche Rezepte

Archivartikel

Frankfurt.Wegen Betrugsverdacht hat die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft einen Apotheker und zwei seiner Kunden angeklagt. Der 42-jährige Apotheker soll zwischen Januar 2010 und Dezember 2013 teure Medikamente bei gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet haben, obwohl er sie nicht an Kunden abgegeben hatte, wie die Behörde gestern mitteilte. Die Rezepte erhielt er von den beiden Mitangeschuldigten sowie weiteren Kunden gegen Bargeld oder im Tausch gegen andere Arzneimittel sowie Kosmetika. Der Gesamtschaden wird auf rund 1,1 Millionen Euro geschätzt.

Den Angaben zufolge geht es um mehr als 400 Rezepte. Eine Strafanzeige der AOK Rheinland/Hamburg brachte die Ermittlungen im September in Gang. Bei einer Prüfung war dort aufgefallen, dass zwei in Köln wohnende Versicherte taggleiche Rezepte über ein spezielles Medikament für Patienten mit chronischer Anämie bei dem Frankfurter Apotheker eingelöst hatten.

Bereits im Jahr 2009 stand die Apotheke den Angaben zufolge wegen ähnlicher Vorwürfe im Fokus von Ermittlungen, beim damaligen Inhaber handelte es sich um den Bruder des nun Beschuldigten. In dem Fall erging ein Urteil wegen Betrug in sieben Fällen, das noch nicht rechtskräftig ist. lhe