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Umwelt Anlagen sollen für Tiersterben verantwortlich sein

AfD kritisiert Ausbau von Windkraft

Archivartikel

Stuttgart.Windkraftanlagen als Ursache für ein großes Sterben von Vögeln, Fledermäusen und Insekten? Mit dieser These hat die AfD am Mittwoch im Landtag viel Kritik auf sich gezogen. Die anderen Fraktionen stellten sich grundsätzlich hinter das Ziel der grün-schwarzen Landesregierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), die Windkraft trotz diverser Probleme weiter auszubauen. AfD-Fraktionschef Bernd Gögel meinte hingegen, die Windkraft sei nicht wirtschaftlich, die Anlagen verschandelten die Landschaft, und sie töteten „unfassbar viele Fluginsekten“.

Der Grünen-Abgeordnete Jürgen Walter hielt der AfD vor, vorbei an Fakten zu argumentieren. So seien Glasscheiben und der Straßenverkehr deutlich häufiger für den Tod von Vögeln verantwortlich.

Der CDU-Abgeordnete Paul Nemeth warf der AfD vor, unehrlich zu argumentieren. „Wenn Sie die Insekten und die Vögel vorschieben, obwohl Sie eigentlich kategorische Windkraftgegner sind, verspielen Sie – und verlieren damit – Ihre Glaubwürdigkeit.“ Die Zukunft gehöre den erneuerbaren Energien. Nemeth machte aber klar: „Wir wollen die Windkraft nicht um jeden Preis, sondern da, wo sie sinnvoll ist.“

Laut Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) ist das Land auf die Erzeugung erneuerbarer Energien angewiesen. Wenn die Kernenergie 2022 wegfalle und der Kohleausstieg komme, müsse der Strom von irgendwoher kommen. lsw