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Nürburgring Nächster Prozess nach Finanzierungs-Affäre

Angeklagter streitet ab

Archivartikel

Mainz.Zehn Jahre nach dem peinlichen Scheitern der Privatfinanzierung des Freizeitparks am Nürburgring beschäftigt der Fall mal wieder ein Gericht – diesmal das Landgericht Mainz. Dort sitzt seit Donnerstag ein Schweizer Geschäftsmann auf der Anklagebank, der 2009 Verantwortlichen der Nürburgring GmbH ungedeckte Schecks eines vermeintlich milliardenschweren US-Investors überreichte. Die Staatsanwaltschaft Koblenz wirft dem Mann Betrug vor, konkret Urkundenfälschung. Er bestritt alle Vorwürfe.

Mit dem Geld des Investors sollte das rund 330 Millionen Euro teure Projekt des Ring-Freizeitparks samt Boulevard und Achterbahn ge-stemmt werden. Als sich die Schecks über insgesamt rund 100 Millionen Dollar als ungedeckt herausstellten, platzte das Vorhaben jedoch. Das Land Rheinland-Pfalz und damit letztlich der Steuerzahler mussten einspringen. lrs