Länder

Beruf Journalisten sind relevant für das System

Appell an die Länder

Archivartikel

Mannheim.Der Job des Journalisten zählt zu systemrelevanten Berufen in Baden-Württemberg. Das ist in der Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nachzulesen. Die Verordnung beinhaltet im Grunde die Schließung von Schulen, Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen. Personen, die in Berufen arbeiten, die der Aufrechterhaltung des Systems dienen – etwa Ärzte, Apotheker, Polizisten –, haben demnach aber ein Recht auf Betreuung ihrer Kinder, sofern beide Elternteile einen systemrelevanten Beruf ausüben.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) ruft die Innenministerien der Länder und des Bundes dazu auf, bei anstehenden Katastrophenplänen die besondere Bedeutung des Journalismus für die Information und Aufklärung der Bevölkerung zu beachten. „Dazu gehört aus Sicht des DJV, die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit der Journalistinnen und Journalisten zu gewährleisten, damit sie selbst bei möglichen Ausgangssperren weiterhin vor Ort recherchieren können“, schreibt die Gewerkschaft in einer Mitteilung.

Außerdem fordert sie, dass Journalisten in allen Bundesländern in die Liste der systemrelevanten Berufsgruppen aufgenommen werden. Angaben des DJV zufolge stehen Journalisten bisher in Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Baden-Württemberg auf dieser Liste. „Die Kinder von Journalistinnen und Journalisten müssen betreut werden, damit ihre Eltern recherchieren und berichten können“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. „Das ist in Krisenzeiten wichtiger denn je.“

Zum Thema