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Abgase Luftqualität wegen Beschränkungen besser

Atempause für Umwelt

Wiesbaden.Die Corona-Krise mit deutlich weniger Straßen- und Flugverkehr hat für sauberere Luft und weniger Lärm in Hessen gesorgt. Die Pandemie habe zu einer kleinen Atempause für die Umwelt geführt, sagte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) in Wiesbaden. Das belegten Messungen und Berechnungen des Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG).

Diese Daten zeigten ganz klar, dass weniger Verkehr zu weniger Abgasen führe, erklärte HLNUG-Präsident Thomas Schmid. Das gelte besonders beim Stickstoffdioxid. Diese Entwicklung sei aber kein Anlass, die Maßnahmen der Luftreinhalteplanung infrage zu stellen, sondern gerade ein Beleg für deren Sinnhaftigkeit: Der Corona-Effekt werde nur von kurzer Dauer sei, weil sich der Straßenverkehr bereits wieder normalisiert. Damit kehrten die Immissionsbelastungen wieder zurück.

Verglichen mit der Zeit vor dem Corona-Lockdown ist der Straßenverkehr in Hessen nach den Messungen der Experten im Mittel zwischenzeitlich um 30 bis 40 Prozent zurückgegangen. Dadurch seien im Mittel über alle verkehrsnahen Stationen die Stickstoffdioxidwerte um rund 35 Prozent gesunken. Auch den kaum vorhandene Flugverkehr hatte einen Effekt. lhe