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Missbrauch Reformbewegung erhofft Signalwirkung

Aufarbeitung in Limburg gelobt

Archivartikel

Frankfurt/Limburg/München.Die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ lobt die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche durch das Bistum Limburg. Die Ergebnisse des Projektes „Betroffene hören – Missbrauch verhindern“ im Bistum seien ein Meilenstein. Die am Samstag in Frankfurt übergebenen Ergebnisse mit mehr als 60 vorgeschlagenen Maßnahmen müssten eine Signalwirkung für alle anderen Bistümer haben, sagte ein Sprecher.

Täter benannt

Erstmals würden nicht nur Täterstrukturen, sondern auch Täter benannt, hieß es über das mehr als 400 Seiten umfassende Dokument. Der Bischof sei nicht alleiniger Auftraggeber, sondern mache dies mit der Präsidentin der Diözesanversammlung, unter Einbeziehung der Betroffenen und Begleitung durch eine externe Projektbeobachterin. Dies setze Maßstäbe, die hoffentlich „zu einem grundlegenden Perspektivenwechsel innerhalb der Machtinstitution Kirche führen werden“. Täter und „Vertuscher“ werden nur in dem den Auftraggebern überreichten Dokument genannt. In der öffentlichen Version wurden die Angaben geschwärzt.

Entscheidend werde nun sein, wie umfassend und schnell die Schritte zur Verhinderung von Missbrauch umgesetzt werden, hieß es weiter. Enttäuschend bleibe, wie lange es gedauert habe, bis auch die Kirchenleitung bereit gewesen sei, sich mit den tieferliegenden Strukturen der Gewalt zu beschäftigen. lhe