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Schifffahrt Anlagen sollen saniert und erweitert werden

Ausbau der Schleusen startet 2020

Neckarwestheim.Der aus Sicht des baden-württembergischen Landesverkehrsministeriums überfällige Ausbau der Neckar-Schleusen soll vom kommenden Jahr an in Angriff genommen werden. Dazu soll an allen 27 Staustufen jeweils eine Schleusenkammer von derzeit 110 Metern auf dann 140 Meter verlängert werden, wie die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt gestern mitteilte. Auch Neubauten seien darunter. Ziel ist, dass auch 135 Meter lange Schiffe den Neckar befahren können. Das 1,2 Milliarden Euro (Stand 2016) teure Gesamtprojekt soll 2050 abgeschlossen werden.

Verkehrsstaatssekretär Steffen Bilger (CDU) betonte in Neckarwestheim (Kreis Heilbronn): „Wir wollen erreichen, dass gerade in den vom Verkehr stark belasteten Regionen in Baden-Württemberg mehr Güterverkehr von der Straße auf die Wasserstraße verlagert wird.“ Das Projekt sei deshalb in den „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen worden.

Das Geld kommt vom Bund

Begonnen wird mit der Schleuse Kochendorf in Bad Friedrichshall. Vorgesehen ist eine Bauzeit von fünf Jahren. Überdies sollen laut Generaldirektion die ältesten Schleusenanlagen, manche davon 90 Jahre alt, auf Vordermann gebracht werden. Für die Finanzierung der Arbeiten an der Bundeswasserstraße Neckar, die zwischen Mannheim und Plochingen etwa 200 Kilometer misst, ist der Bund zuständig. Das Landesverkehrsministerium mahnte, dass es nach Kochendorf mit dem Ausbau zügig weitergehen müsse. In einem ersten Schritt müssten die Schleusen zwischen Mannheim und Heilbronn saniert und verlängert werden.

Künftig wird nur noch eine Behörde für die Binnenschifffahrt auf dem Neckar zuständig sein. Dafür werden die Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter Heidelberg und Stuttgart zu einem neuen Amt Neckar mit 600 Mitarbeitern zusammengelegt. Das Amt ist eines von künftig 17 Ämtern, die für große Verkehrsräume zuständig sind. Die beiden Sitze in Stuttgart und Heidelberg bleiben aber bestehen. lsw