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Warnstreiks Busfahrer legen Arbeit nieder

Ausfälle im ÖPNV

Archivartikel

Frankfurt.Ein Warnstreik von Busfahrern hat am Freitag in Hessen Zehntausende Pendler vor eine Geduldsprobe gestellt. Mancherorts ging beim Weg zur Arbeit oder zum letzten Unterrichtstag vor den Herbstferien kaum noch was. Alleine im Raum Darmstadt waren nach Angaben des Geschäftsführers der Darmstadt-Dieburg Nahverkehrsorganisation, Matthias Altenhein, 60 000 bis 65 000 Menschen von dem Ausstand betroffen.

Bei regnerischem Wetter sammelten sich schon morgens viele Menschen an den Haltestellen und mussten nach Alternativen suchen. Der Warnstreik von Fahrern privater Busunternehmen begann mit der Frühschicht am Freitagmorgen, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Sie hatte die Fahrer zu dem Ausstand aufgerufen, nachdem sie Tarifverhandlungen in der dritten Runde abgebrochen hatte.

Betroffen waren der Gewerkschaft zufolge unter anderem Kassel, Fulda, Gießen, Hanau, Frankfurt, Oberursel, Bad Vilbel, Offenbach, Langen, Hofheim, Mainz, Darmstadt, Weiterstadt und der Main-Kinzig-Kreis. 95 Prozent der zum Warnstreik aufgerufenen Fahrer hätten ihre Arbeit niedergelegt. S- und U-Bahnen, Regionalzüge und Straßenbahnen waren nicht betroffen. Der Busverkehr fiel in einigen Städten komplett aus. In Frankfurt fahren demnach nur drei der 64 Buslinien. Auch in Bad Homburg und Oberursel sollten keine Stadtbusse fahren. In Fulda, Gießen, im Kreis Groß-Gerau und im Main-Taunus-Kreis waren einzelne Linien vom Warnstreik betroffen.

Verdi fordert in den Tarifverhandlungen eine Anhebung des Grundgehalts der Fahrer von 13,50 Euro auf 16,60 Euro und mehr Urlaubstage. Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer kritisierte den Warnstreik als nicht nachvollziehbar. lhe