Länder

Verbände Prüfung auch im Bezirk Hessen-Süd

Awo-Affäre ausgeweitet

Berlin/Frankfurt.Nicht nur Vorgänge um undurchsichtige Gehaltsstrukturen und Luxus-Dienstwagen beim Kreisverband Frankfurt der Arbeiterwohlfahrt (Awo) werden geprüft – auch der Verkauf von zwei Pflegeeinrichtungen beim Bezirksverband Hessen-Süd. Das teilte eine Sprecherin des Awo-Bundesverbands am Montag mit. Zuvor hatte der Hessische Rundfunk berichtet, im Zusammenhang mit dem Verkauf von zwei Pflegeheimen sei es zu Regelverstößen gekommen. Die Heime sollen an Immobiliengesellschaften verkauft worden sein, zu deren Gründern und Gesellschaftern der damalige Generalbevollmächtigte des Bezirksverbands gehört habe, hieß es in dem Bericht.

Die Verkäufe seien „bereits Bestandteil eines laufenden Prüfungsverfahrens“, sagte eine Sprecherin des Awo-Bundesvorstands. „Aufgrund der laufenden Verfahren kann zwar keinen Prüfungsergebnissen vorgegriffen werden. Eindeutig ist aber, dass keine Insichgeschäfte bei der Awo erlaubt sind.“ Kein Mitglied der Geschäftsführung oder des Aufsichtsgremiums dürfe bei seinen Entscheidungen persönliche Interessen verfolgen, „welche im Widerspruch zu den Interessen des Unternehmens stehen oder Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich persönlich nutzen“, hieß es. lhe