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Statistik Landesweit im Durchschnitt 140 Kilogramm Haus- und Sperrmüll pro Einwohner / Mannheim mit 414 Kilogramm auf Platz zwei

Baden-Württemberger produzieren mehr Abfall

Archivartikel

Stuttgart.Eine zunehmende Einwohnerzahl hat in den vergangenen Jahren auch das Müllaufkommen in Baden-Württemberg ansteigen lassen. Im letzten Jahr wurden insgesamt etwa 3,91 Millionen Tonnen häusliche Abfälle – also Haus-, Sperr- und Biomüll sowie Wertstoffe – produziert. Vor zehn Jahren waren es noch 3,73 Millionen Tonnen. Allerdings ist in diesem Zeitraum auch die Einwohnerzahl von rund 10,8 Millionen im Jahr 2008 auf jetzt rund 11,1 Millionen gestiegen.

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) sieht trotzdem eine positive Entwicklung. „1990 wussten wir kaum, wohin mit dem Müll, wir diskutierten über neue Deponien und neue Verbrennungskapazitäten“, sagte Untersteller am Montag bei der Vorstellung der neuen Abfallbilanz.

Regionale Unterschiede

Der Grünen-Politiker verweist darauf, dass 1990 noch jeder Baden-Württemberger 269 Kilogramm Haus- und Sperrmüll verursacht habe, 2018 waren es 140 Kilogramm. Zudem würden inzwischen Biomüll und Wertstoffe mehr als ein Viertel der kommunalen Abfälle ausmachen. 1990 waren es rund vier Prozent. Insgesamt gibt es große regionale Unterschiede. Bei allen häuslichen Abfällen pro Kopf lag der Stadtkreis Baden-Baden 2018 mit 501 Kilogramm vor Mannheim mit 414. Am geringsten ist die Zahl in Ravensburg mit 253 Kilogramm.

Der Rhein-Neckar-Kreis befindet sich mit 386 Kilo pro Kopf deutlich über dem Landesschnitt. Das Gleiche gilt für den Main-Tauber-Kreis mit 376 Kilo. Beim Haus- und Sperrmüll spiegeln sich die großen Unterschiede ebenfalls wieder. So wurden 2018 im Kreis Calw lediglich 65 Kilo pro Kopf verursacht. In Mannheim waren es 235 und in Stuttgart 186. Im Main-Tauber-Kreis lag die Zahl bei 89 Kilogramm, im Rhein-Neckar-Kreis bei 123 Kilo pro Einwohner. In Mannheim und im Landkreis Konstanz sind die Abfallgebühren inklusive Biotonne im Landesvergleich mit 239 beziehungsweise 235 Euro pro Jahr am höchsten. In Esslingen musste mit rund 90 Euro am wenigsten bezahlt werden. Der landesweite Durchschnitt liegt bei 156 Euro. mis

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