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Natur Abgetrenntes Gehege für Rehbock im Wildpark

„Bambi“ aggressiv

Archivartikel

Meißner.Der von Menschen aufgezogene Rehbock „Bambi“ wird für den Bergwildpark Meißner zu einem Problem. „Er zeigt seit drei Wochen ein aggressives Verhalten“, sagte gestern Friedhelm Junghans, Bürgermeister der nordhessischen Gemeinde Meißner. „Bambi“ senke gegenüber Menschen den Kopf und scharre mit den Hufen. Das mache Kindern Angst. Möglicherweise werde „Bambi“ den Wildpark verlassen und zu seinen Zieheltern nach Südhessen zurückkehren müssen.

Laut Junghans handelt es sich um ein „typisches Revierverteidigungs-Verhalten, das einige Fachleute prognostiziert hatten“. Bisher sei aber nichts Gefährliches passiert. Damit das so bleibt, sei „Bambi“ aus dem Freigehege in ein abgetrenntes Gehege verlegt worden. Für eine Kastration sei es zu spät, eine Auswilderung sei ebenfalls problematisch. „Man weiß nicht, ob er das überleben würde.“

„Bambi“ war im Haus und Garten des Forstwirts Peter Göbel und seiner Lebensgefährtin Anja Pahlen in Südhessen aufgewachsen. Sie hatten das fast verhungerte Tier bei einem Spaziergang gefunden und aufgepäppelt. Bis zum Jahresende werde über die Zukunft von „Bambi“ entschieden werden. lhe