Länder

Immobilien Wachsende Bevölkerung lässt Preise steigen

Baustau wegen hoher Nachfrage

Wiesbaden.Der Wohnungsbau in Hessen hält mit der wachsenden Nachfrage nicht Schritt. Zwar hat sich die Zahl der Baugenehmigungen seit 2009 von etwa 11 200 auf gut 25 700 im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Zugleich stieg in diesem Zeitraum aber die Zahl der genehmigten Wohnungen, deren Fertigstellung auf sich warten lässt. Zwischen 2009 und 2018 erhöhte sich den Angaben zufolge dieser Bauüberhang von rund 20 800 auf mehr als 54 400 noch nicht fertiggestellte Wohnungen.

Vor allem die wachsende Bevölkerung in den Großstädten treibt den Wohnungsmarkt an. Ende 2018 lebten in Hessen 6,266 Millionen Menschen. Das waren 249 300 (plus 4,1 Prozent) mehr als Ende 2012. Besonders hohe Zuwächse verzeichneten die fünf kreisfreien Städte, allen voran Offenbach (plus 10,1 Prozent), gefolgt von Frankfurt (plus 9,5 Prozent) und Darmstadt (plus 7,6 Prozent).

Der Boom hat seinen Preis: Für den Bau von Wohngebäuden mussten im vergangenen Jahr im Schnitt 19,5 Prozent mehr gezahlt werden als 2009. Darunter stiegen die Preise für Rohbauarbeiten um 21,7 Prozent, die für Ausbauarbeiten um 18,3 Prozent. Aus Sicht der Privathaushalte verteuerten sich rund um das Wohnen besonders stark Instandhaltung und Reparaturen. Verbraucher zahlten dafür 2018 rund 19,4 Prozent mehr als 2009. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex insgesamt stieg im selben Zeitraum um 10,8 Prozent. lhe