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PFC-Skandal Ergebnisse der Bluttests bis Ende September

Befunde kommen per Post

Archivartikel

Stuttgart.Nach dem Skandal um mit Chemikalien verseuchte Ackerflächen im Badischen sind die vom Land angeordneten Bluttests bei Anwohnern abgeschlossen – die Ergebnisse liegen aber erst bis Ende September vor. Die anonymisierten Daten der 348 Teilnehmer und Fragebögen müssten jetzt noch ausgewertet werden, erklärte gestern die Leiterin des Landesgesundheitsamtes, Karlin Stark.

Die Teilnehmer des Bluttests bekommen ihre persönlichen Befunde in den nächsten Tagen per Post. Die künstlich hergestellten Substanzen stehen im Verdacht, die Gesundheit zu gefährden. In der Umwelt können sie kaum abgebaut werden.

Auf Ackerland in den Kreisen Rastatt und Baden-Baden sowie nördlich des Mannheimer Stadtteils Sandhofen war die Chemikalie PFC nachgewiesen worden. Die Untersuchungen sollen klären, ob und wie sie ins Blut der Anwohner gelangte. Stichprobenartig wurden Teilnehmer ausgewählt, die in Bereichen mit belastetem Boden und belastetem Grundwasser wohnen oder belastetes Wasser getrunken haben. Daneben gibt es eine Gruppe, die nicht mit PFC in Berührung kam.

Die Analysewerte liegen seit 9. Juli vor, wie Stark berichtete. Das Labor wusste nicht, welche Probe aus welcher Region stammt. Für die Befundbriefe werden die Blutwerte im Gesundheitsamt Rastatt wieder einzelnen Personen zugeordnet. Sei im Blut PFC gefunden worden, müsse das auch nicht vom Acker stammen. Die Chemikalie sei auch in Pizzakartons oder Pommestüten enthalten, sagte der zuständige Referatsleiter beim Landesgesundheitsamt, Günter Pfaff. lsw