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Corona Großes Interesse an Terminvereinbarungen sorgt zum Auftakt für Störungen / Auch im Internet für viele kein Durchkommen

Beim Anmeldestart ist Info-Hotline überlastet

Wiesbaden.Bereits kurz nach dem Start der Impf-Anmeldung in Hessen haben Interessierte am Dienstag die Telefon-Hotline und das Online-Portal zur Terminvereinbarung zeitweise nicht erreichen können. Unter der Nummer 116 117 hieß es bereits am Vormittag, dass man es aufgrund zahlreicher Anrufer zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal versuchen solle.

Auch per Internet war für viele kein Durchkommen: „Zur Zeit wird der Online-Service von sehr vielen Antragstellerinnen und Antragstellern gleichzeitig genutzt“, hieß es auf dem Portal ebenfalls am Vormittag. „Um die fehlerlose Bearbeitung sicherstellen zu können, haben wir die Anzahl der gleichzeitigen Online-Anträge begrenzt.“ Hier hieß es ebenfalls: Bitte später die Seite noch einmal aufrufen.

Seit Dienstag können sich insbesondere über 80-Jährige für die Corona-Schutzimpfung anmelden, die dann ab dem 19. Januar in den regionalen Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt durchgeführt werden. Die Anmeldung funktioniert per Telefon über die Hotline 116 117 oder online über die Internetseite impfterminservice.de.

Impfung beginnt am 19. Januar

Die eigentliche Impfung startet dann eine Woche später (19. Januar) und findet in den ersten sechs regionalen Impfzentren in Hessen statt. Diese sind in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Die Impfung ist für alle Bürger kostenfrei und wird vom Staat übernommen. Angehörige oder Betreuer dürfen die Impfberechtigten ins Impfzentrum begleiten.

Bei der Terminvergabe über die Telefon-Hotline wird der Termin auf postalischem Weg bestätigt. Mit dem Brief erhalten alle Impfwilligen auch weitere Unterlagen, wie etwa ein Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung. Sollten die Bürger ihren Termin vergessen haben, können sie diesen telefonisch ebenfalls noch einmal erfragen. Bei der Online-Terminvergabe ist eine Terminbestätigung per E-Mail vorgesehen.

Das Land Hessen informiert alle über 80-Jährigen schriftlich über die Anmeldungen. Auch ein Erfassungsverfahren für häusliche Impftermine startet. Denn wer nicht mehr mobil ist, soll Besuch von einem mobilen Impfteam bekommen. Bis Hausbesuche landesweit erfolgen können, wird es aber noch eine Weile dauern. Das Land hat die Kommunen deshalb gebeten, nach Möglichkeit Fahrdienste einzurichten, um ältere Menschen ins Impfzentrum zu bringen, wenn sie diese nicht in eigener Regie erreichen können.

Aus dem Informations-Schreiben an die Senioren geht auch hervor, dass das Land die Kosten für die Fahrt zum Impfzentrum für solche Menschen übernimmt, die nicht mehr selbst mobil sind, nicht von Angehörigen oder Freunden gebracht werden können und deren Krankenkasse eine Fahrt nicht bezahlt. lhe