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Statistik 2017 insgesamt 61 000 Babys in Hessen geboren

Bergstraße bei Geburten spitze

Archivartikel

Wiesbaden.Der Babyboom in Hessen hat sich 2017 abgeschwächt. Im vergangenen Jahr kamen rund 61 000 Kinder zur Welt, 0,4 Prozent mehr als noch 2016, wie das Statistische Landesamt gestern in Wiesbaden mitteilte. Der Zuwachs sei jedoch erheblich niedriger ausgefallen als noch in den vier Jahren davor, in denen das Plus durchschnittlich 4,2 Prozent betragen habe. Hessenweit kamen 2017 die meisten Kinder im August zur Welt (5540), die wenigsten im Februar (4490). Einen kleinen regionalen Babyboom gab es dennoch im Kreis Bergstraße, wo die Geburtenzahl im Vergleich zu 2016 um mehr als neun Prozent nach oben kletterte. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg kamen dagegen im gleichen Zeitraum knapp zehn Prozent weniger Jungen und Mädchen zur Welt als noch 2016.

Im Jahr 2015 konnte sich Offenbach einem Medienbericht zufolge über den größten Babyboom in Deutschland freuen. Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Statistikämter des Bundes und der Länder berichtete, wurden in der Stadt am Main seinerzeit insgesamt 1475 Kinder geboren. Damit kamen 11,92 Geburten auf 1000 Einwohner. Auf den weiteren Plätzen lagen Leipzig (11,77 Geburten auf 1000 Einwohner) und München (11,73). Die wenigsten Kinder kamen dem Bericht zufolge 2015 im bayerischen Kulmbach zur Welt. Dort gab es 6,35 Geburten auf 1000 Einwohner.

Die Zahl der Gestorbenen stieg im vergangenen Jahr dem Statistischen Landesamt zufolge um 3,5 Prozent auf gut 66 300. Nahezu jede Region habe ein Plus verzeichnet, teilte das Landesamt mit. Am höchsten sei es mit mehr als zehn Prozent im Vogelsbergkreis ausgefallen.

Hochzeit wird seltener

Daneben hat das Statistische Landesamt auch die Zahlen der frisch Vermählten veröffentlicht. Erstmals seit 2013 haben demnach im vergangenen Jahr weniger Menschen in Hessen geheiratet als noch im Vorjahr. Der Mitteilung zufolge schlossen die Standesämter 29 300 Ehen – 1,4 Prozent weniger als 2016. Bei mehr als zwei Dritteln der frisch vermählten Paare waren im vergangenen Jahr beide Partner ledig. Bei zwölf Prozent der Ehen hatten sowohl Braut als auch Bräutigam mindestens eine Scheidung hinter sich.

Weil Verliebte Schnapszahlen mögen war Freitag, der 7. Juli 2017 der begehrteste Hochzeitstag mit 802 Pärchen. Im Vorjahr hatte der 16. Juni 2016 den Rekordwert erreicht mit hessenweit 485 Eheschließungen. Am häufigsten wurde im vergangenen Jahr im Juli (4096 Mal), im August (3835) oder im Juni (3357) geheiratet. Im Jahr 1950 waren in Hessen laut Statistik noch 46 154 Ehen geschlossen worden, 2008 dagegen nur 26 685. lhe