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Azubis Guido Wolf kündigt Anwärtersonderzuschlag an

Bessere Bezahlung im Justizvollzug

Archivartikel

Stuttgart.Die Auszubildenden im baden-württembergischen Justizvollzugsdienst bekommen ab dem 1. Januar 2019 mehr Geld. Dazu will Südwest-Justizminister Guido Wolf (CDU) laut einer SPD-Landtagsanfrage die sogenannten Anwärtersonderzuschläge für Ausbildungsgänge im mittleren Werks- und Vollzugsdienst um 15 Prozent erhöhen. Die Anfrage liegt dieser Zeitung vor.

„Wir begrüßen es, dass die Regierung die längst überfällige Veränderung des Anwärtersonderzuschlags endlich angeht“, sagte SPD-Justizexperte Sascha Binder dieser Zeitung. Anwärtersonderzuschläge können gewährt werden, wenn ein erheblicher Mangel an qualifizierten Bewerbern besteht. Laut Justizministerium gibt es derzeit in Baden-Württemberg insgesamt 339 Anwärter im Justizvollzug. 35 davon sind im mittleren Werksdienst, 304 im mittleren Vollzugsdienst.

Von der Erhöhung profitieren alle Anwärter im mittleren Werksdienst. Im mittleren Vollzugsdienst erhalten künftig nicht mehr 50, sondern 75 Prozent der Auszubildenden einen Zuschlag. Dieser soll monatlich knapp 200 Euro pro Person betragen. Beide Gruppierungen haben derzeit ein Grundgehalt in Höhe von rund 1190 Euro monatlich. „Mit dem nun in die Wege geleiteten finanziellen Verbesserungen machen wir den Justizvollzugsdienst attraktiver“, erklärte Wolf gestern auf Anfrage. mis