Länder

Arbeitsmarkt Weiter große Unterschiede zwischen Ländern

Bester September seit 1992

Archivartikel

Frankfurt.Trotz der zunehmenden konjunkturellen Unsicherheiten und schlechter Unternehmensnachrichten ist die Zahl der Arbeitslosen in Hessen weiter gesunken. Zum Stichtag im September waren 146 750 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, wie die Arbeitsagentur am Montag mitteilte. Das waren 3,7 Prozent weniger als im August und auch 1,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank damit im besten September seit 1992 auf 4,3 Prozent.

Direktionschef Frank Martin erwartet auch für die kommenden Monate eine stabile Entwicklung auf dem hessischen Arbeitsmarkt. So würden in den kommenden Monaten noch einige junge Menschen in Ausbildungen vermittelt und das bald einsetzende Weihnachtsgeschäft bringe zusätzliche Bewegung. Für Fachkräfte sei die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes in allen Regionen noch sehr hoch, stellte Martin mit Blick auf gut 56 000 unbesetzte Stellen fest.

Schwächelnde Konjunktur bremst

Nach dem üblichen Anstieg über den Sommer ist die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg im September erwartungsgemäß wieder gesunken. Allerdings fällt die Herbstbelebung in diesem Jahr deutlich schwächer aus. 202 775 Menschen im Südwesten waren im September ohne Job. Das sind zwar gut 6800 oder 3,3 Prozent weniger als im August, aber gut 9100 oder 4,7 Prozent mehr als im September 2018. Die Quote lag bei 3,2 Prozent.

In Rheinland-Pfalz ist die Situation vergleichbar mit dem Vorjahr. Dort ist die Arbeitslosenquote im September auf 4,2 Prozent gesunken. Das entspricht 95 500 arbeitslosen Personen. Im August lag die Quote demnach noch bei 4,4 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote ebenfalls bei 4,2 Prozent gelegen. dpa