Länder

Polizei Großkontrolle auf Raststätten und Autobahnen

Betrunkene Lkw-Fahrer

Archivartikel

Frankfurt/Gießen.Die Polizei in Hessen hat erneut alkoholisierte Lkw-Fahrer in den Blick genommen und einige von ihnen aus dem Verkehr gezogen. Rund 250 Beamte kontrollierten am Sonntagabend bis in die Nacht hinein 688 Personen auf Raststätten, Autobahnen und Bundesstraßen. Von 224 Fahrern, die wegen des Sonntagsfahrverbots noch pausierten, hatten 59 Alkohol getrunken. 19 durften nicht losfahren, weil sie über der 0,5-Promille-Grenze lagen, wie die Polizei gestern in Gießen mitteilte. Außerdem wurden 464 Lastwagen gestoppt, die bereits unterwegs waren.

Auf der Bundesstraße 252 bei Twistetal im Kreis Waldeck-Frankenberg holte die Polizei einen Mann aus dem Verkehr, der laut Atemtest mit 1,6 Promille hinterm Steuer saß. In Südosthessen lenkte ein Fahrer seinen Gefahrguttransporter mit 0,7 Promille – dabei gilt für die Lotsen solcher Fahrzeuge absolutes Alkoholverbot. Der Polizei fiel zudem ein Fahrer auf, der offenbar Drogen konsumiert hatte. Die Fahrt endete nicht nur deswegen für ihn – gegen ihn lag ein Haftbefehl vor.

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Kontrolliert wurden insbesondere Fahrer aus osteuropäischen Ländern – was auch daran liegt, dass Kollegen aus Deutschland seltener die Wochenenden auf Rastplätzen verbringen müssen. Der Polizei ging es mit der Aktion um Prävention: „Wir wollen die Fahrer für das Problem sensibilisieren“, sagte ein Sprecher. Die auf den Raststätten erwischten Fahrer erwartet demnach keine Strafe, da sie nicht fahrend angetroffen wurden. Die hessische Polizei hatte bereits vor einer Woche rund 1200 Lkw-Fahrer kontrolliert. Von diesen hatten 190 getrunken, 79 von ihnen so viel, dass sie nicht losfahren durften. Ähnliche Aktionen gab es bereits in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. lhe