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Rheinland-Pfalz Rückgang geringer als erwartet

Bevölkerung schrumpft

Mainz.Die Zahl der Rheinland-Pfälzer geht in den kommenden Jahrzehnten etwas langsamer zurück als bisher erwartet. Als Ursachen nannte der Präsident des Statistischen Landesamts, Marcel Hürter, gestern in Mainz die hohe Zuwanderung in den vergangenen Jahren und eine gestiegene Geburtenrate.

Die nach vier Jahren jetzt neu vorgelegte Bevölkerungsvorausberechnung bestätigt weitgehend die bisherigen Prognosen zur Alterung der Gesellschaft. Innenstaatssekretär Randolf Stich (SPD) sagte, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssten auf die anstehenden Veränderungen reagieren. Dann könne der demografische Wandel als Chance gesehen werden.

Altersstruktur wesentlich

Bis 2040 werden nahezu 106 000 weniger Menschen in Rheinland-Pfalz leben als 2017, dem Basisjahr der neuen Analyse. Dieser Rückgang von zuletzt 4,07 Millionen um 2,6 Prozent auf dann 3,97 Millionen entspreche etwa der Bevölkerungszahl der Stadt Trier, sagte Hürter. Langfristig erwarten die Experten bis zum Jahr 2070 einen Rückgang der Bevölkerung um 12,1 Prozent auf 3,58 Millionen Einwohner.

Für den demografischen Wandel sei die Entwicklung der Altersstruktur wesentlicher als die der Bevölkerungszahl, sagte Hürter. Der sogenannte Altenquotient – das ist der Anteil der über 65 Jahre alten Menschen bezogen auf 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter von 20 bis 65 Jahren – wird von 35,7 (2017) auf 56,8 (2040) und langfristig auf 61,4 (2070) steigen. lrs