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Namen Straßen in Darmstadt werden umbenannt

Bezüge zum NS-Regime

Archivartikel

Darmstadt.Acht Straßen sollen in Darmstadt umbenannt werden, weil ihre Namensgeber einen Bezug zum NS-Regime hatten. In sieben Fällen habe ein eingesetzter Fachbeirat einstimmig für neue Straßennamen plädiert, teilte die Stadt gestern mit. Beim früheren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg sei es nicht einstimmig gewesen. Aber auch die Hindenburgstraße werde umbenannt. Hierfür würden alle historischen und politischen Argumente sprechen. Hindenburg hatte Adolf Hitler 1933 zum Reichskanzler ernannt.

Bürger beteiligt

Der Magistrat war im Februar 2013 von der Stadtverordnetenversammlung aufgefordert worden, alle Namensgeber von Straßen daraufhin zu prüfen, ob das Leben und die politische Einstellung mit den Werten einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft vereinbar sind. Neue Namen sollen nun mit Bürgerbeteiligung gefunden werden.

In einer ersten Reaktion begrüßte die TU Darmstadt unter anderem die geplante Umbenennung in den Fällen der Wissenschaftler Alarich Weiss (1925-1995) und Walter Georgii (1888-1968). Weiss habe seine freiwillige Mitgliedschaft in der Waffen-SS verschwiegen. Unter Georgii sei eine Forschungsstelle für Segelflug zu einer Schaltstelle der Luftfahrtforschung für das NS-Regime geworden. lhe