Länder

Nahverkehr Chaos nach Pleite von zwei Unternehmen

Bis zu 2000 Kinder ohne Schulbus

Simmern.In der Verbandsgemeinde Kirchberg im Hunsrück ist der Schulbusverkehr zusammengebrochen. Grund ist die Pleite zweier Busunternehmen, wie der Rhein-Hunsrück-Kreis am Donnerstag in Simmern mitteilte. Bis zu 2000 Kinder seien kurz nach Schuljahresbeginn betroffen. Ein Teil von ihnen habe vergeblich an Haltestellen gewartet. Die Eltern seien gebeten worden, die Kinder „in Eigenregie“ zu Schulen und auch Kitas zu fahren.

Nun werde fieberhaft nach anderen Firmen gesucht, die kurzfristig einspringen könnten. „Wir stehen in Kontakt mit Unternehmen, die relativ schnelle Hilfe versprochen haben“, sagte Dezernentin Sandra Zilles. „Das muss geprüft werden.“ An diesem Freitagnachmittag, 16. August, ist in Simmern eine Sondersitzung des Kreistags geplant.

Viele Beschwerden von Eltern

Der Busverkehr im ländlich strukturierten Rhein-Hunsrück-Kreis war am 1. August nach einer europaweiten Ausschreibung mit einem neuen Konzept an den Start gegangen. Orte mit mehr als 200 Einwohnern sollen alle zwei Stunden angefahren werden. „Am Montag sind insgesamt elf Buslinien ausgefallen, am Dienstag sieben und am Mittwoch fünf“, sagte die Dezernentin.

Mitarbeiter der Kreisverwaltung hätten an Knotenpunkten der Buslinien Kindern mit Anrufen zu Hause oder bei Taxiunternehmen geholfen. „Wir haben Anfang der Woche improvisiert.“ Es habe viele Beschwerden von Eltern, aber auch viel Verständnis gegeben.

Zum Thema