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Wirtschaft Regierungschef eröffnet Auslandsvertretung

Bouffier wirbt für Hessen in Nordamerika

Wiesbaden.Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will sich bei einer Reise nach Nordamerika für den Wirtschaftsstandort Hessen engagieren. „Wir beginnen in New York. Dort geht es um Werbung für den Finanzplatz Rhein-Main“, sagte er am Freitag. Außerdem plant Bouffier während seiner einwöchigen Tour Stopps im kanadischen Toronto und im Partnerland Wisconsin.

Um die Vermarktung Hessens in Nordamerika zu stärken, will Bouffier eine neue Auslandsrepräsentanz in Chicago offiziell eröffnen. Das Land unterhält sie seit 2018 zusammen mit dem Regionalverband „FrankfurtRheinMain“. Die Auslandsvertretung soll helfen, den Zugang zu einem der wichtigsten Quellmärkte für Direktinvestitionen zu sichern, teilte die Staatskanzlei mit.

„In Zeiten völlig unsinniger Handelskonflikte und einer zunehmenden Betonung nationaler Interessen ist jede Vertiefung der transatlantischen Beziehungen ein Wert an sich“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, Dirk Pollert. Die neue Repräsentanz könne dazu dienen, die deutsch-amerikanischen Beziehungen zu pflegen.

Treffen mit UN-Botschafter

Die Chicago-Vertretung könne hessischen Unternehmen helfen, Kontakte zu knüpfen, oder beim Umgang mit Behörden behilflich sein. Hessen unterhält sieben dieser Repräsentanzen – etwa in Argentinien, Russland und Polen. Die Staatskanzlei und das Wirtschaftsministerium finanzieren sie pro Jahr mit etwa 440 000 Euro.

In New York will Bouffier auch für den Finanzplatz Frankfurt werben. Da der Brexit voraussichtlich eher ungeregelt ablaufen werde, sei das Interesse, Finanzinstitute in die Region zu holen, noch viel stärker, sagte der Regierungschef. Dazu will er Bankenvertreter treffen. Zudem soll es eine Zusammenkunft mit dem deutschen Botschafter bei den Vereinten Nationen, Christoph Heusgen, geben. lhe