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Luftverkehr Kerosin-Ablass für Mensch und Umwelt unkritisch

Bundesamt gibt Entwarnung

Mainz/Neustadt.Kerosin-Ablässe von Flugzeugen sind nach Einschätzung des Umweltbundesamts (UBA) für Mensch und Umwelt unkritisch. Das geht aus einer Mitteilung des UBA von gestern hervor. Die Ablässe sollten aber nicht immer über denselben Gebieten erfolgen, weshalb die Deutsche Flugsicherung dies vorsorglich in ihrer Betriebsanweisung festschreiben sollte.

Diese Feststellung sei mit Blick auf das besonders betroffene Rheinland-Pfalz wichtig, meinte der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer. „Denn in der Pfalz, in der Eifel und dem Hunsrück sind besonders viele Menschen wegen des Kerosinnotablassens von zivilen und militärischen Maschinen besonders beunruhigt.“ Die Studie sei ein „erster Schritt, auf den weitere folgen müssen“. Mehr aktuelle Messungen und Erhebungen seien notwendig.

Demonstration im Pfälzerwald

Zu Kerosin-Ablässen kommt es, wenn ein Flugzeug kurz nach dem Start notlanden muss. Aus Sicherheitsgründen muss Kerosin abgelassen werden. Dabei wird der Kraftstoff in einer Flughöhe von mindestens 1800 Metern zerstäubt. Ein Großteil verdunste in der Luft.

Treibstoffschnellablässe kamen zwischen 2012 und 2016 im Schnitt 20 Mal pro Jahr vor. Die Tendenz ist laut UBA rückläufig. Das sogenannte Fuel Dumping hatte zuletzt zu Demonstrationen unter anderem im Pfälzerwald in Rheinland-Pfalz geführt. Dort war zuletzt Ende April erneut Kerosin niedergegangen – wohl zum ersten Mal in diesem Jahr. lrs