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Nahverkehr Beschäftigte legen Arbeit bei Warnstreik nieder

Busse und Bahnen stehen still

Archivartikel

Frankfurt.Für bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten des öffentlichen Personennahverkehrs haben sich in hessischen Großstädten ÖPNV-Mitarbeiter an Protestaktionen beteiligt. Rund 2800 Beschäftigte machten in Frankfurt, Wiesbaden und Kassel bei den Warnstreiks mit, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi am Dienstag in Frankfurt sagte. Bahnen und Busse blieben in den Depots. Die Protestaktion war bis zum Betriebsschluss des ÖPNV angesetzt.

Verdi will einen bundesweiten Tarifvertrag für die rund 87 000 Beschäftigten des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) durchsetzen. Dabei geht es um bundesweit einheitliche Regelungen in Fragen wie der Nachwuchsförderung sowie einem Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste. In dem Tarifkonflikt mit rund 130 Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs lehnen die kommunalen Arbeitgeber nach Gewerkschaftsangaben Verhandlungen ab.

Schüler nicht betroffen

Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft VGF ging davon aus, dass für 24 Stunden alle neun U-Bahn- und zehn Straßenbahnlinien nicht fahren. In Wiesbaden waren alle Buslinien betroffen, der Schienenverkehr sollte aber planmäßig laufen. Im Großraum Kassel standen sowohl Straßenbahnen als auch Busse still. Anders als in der Vorwoche sind diesmal keine Schüler von den Einschränkungen betroffen – in Hessen sind Herbstferien.

Wann der nächste Warnstreik in Hessen stattfinden wird, steht nach Angaben der Verdi-Sprecherin noch nicht fest. lhe