Länder

Verkehr Umstieg soll attraktiver gemacht werden

CDU möchte Elektroautos mehr fördern

Stuttgart.Die CDU im Stuttgarter Landtag fordert, die Elektromobilität im Südwesten mehr zu fördern. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir als Land den Providern der Ladestationen in Baden-Württemberg in einem Modellversuch zwei Jahre lang die Stromkosten der Ladestationen bezahlen. Ich würde mich dafür stark machen, das zu prüfen“, sagt Claus Paal, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Stuttgarter Landtag, im Gespräch mit dieser Zeitung.

So könne der Umstieg der Bevölkerung auf Elektroautos attraktiver gemacht werden. Zudem sei es nötig, landesweit ein einheitliches Bezahlsystem an Elektroladesäulen einzuführen, mahnt Paal an. „Warum kann ich mit einer EC-Karte an allen Banken deutschlandweit Geld abheben, aber nicht mit einer einzigen Ladekarte an allen Ladesäulen Strom tanken?“, so der Christdemokrat.

Ladesäulen alle zehn Kilometer

Derzeit bietet jeder Betreiber von Ladestationen – darunter unter anderem auch der Energieversorger EnBW – eigene Bezahlsysteme mit Karten oder Apps an. Paal fordert Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) dazu auf, die Vereinheitlichung der Ladesäuleninfrastruktur forciert anzugehen, etwa mit einem Verbundsystem, bei dem alle bestehenden Kartensysteme gegenseitig anerkannt und abgerechnet werden.

In Baden-Württemberg gibt es derzeit mehr als 2500 öffentlich zugängliche Ladestationen für Elektroautos. Hermann hat das Ziel ausgegeben, dass alle zehn Kilometer eine Ladesäule installiert werden solle, um ein flächendeckendes Netz im Südwesten zu haben.