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Umfrage Parteichef Thomas Strobl steht unter Druck

CDU stürzt im Südwesten ab

Archivartikel

Stuttgart.Wenige Monate vor den Kommunal- und Europawahlen im Mai steht die CDU in Baden-Württemberg in der Wählergunst auf einem historischen Tief. Derzeit würde die CDU bei einer Landtagswahl nur noch auf 23 Prozent kommen. Bei der Landtagswahl 2016 lag sie noch bei 27 Prozent. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Befragung des Instituts Forsa für das RTL/n-tv-Trendbarometer in Köln hervor. „Das ist der niedrigste Wert, den wir je hatten“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner der Deutschen Presse-Agentur. Die Grünen legten aktuell hingegen auf 33 Prozent zu. SPD und FDP würden bei einer Landtagswahl der Umfrage zufolge auf jeweils neun Prozent kommen, die AfD auf 13 und die Linke auf sechs Prozent.

Bürger mit Koalition zufrieden

Das setzt den parteiintern bereits umstrittenen CDU-Landeschef und Innenminister Thomas Strobl weiter unter Druck. Gerade einmal ein Drittel der Wahlberechtigten zeigte sich mit Strobls Arbeit zufrieden. Könnten die Bürger in Baden-Württemberg direkt wählen, würden sich der Umfrage zufolge nur fünf Prozent für Strobl, aber 59 Prozent für Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) entscheiden. Selbst mehr als die Hälfte der CDU-Anhänger würden demzufolge Kretschmann, aber nur 18 Prozent Strobl wählen.

Ungeachtet der schlechten Werte für Strobl und die CDU sind 60 Prozent der Bürger mit der grün-schwarzen Koalition zufrieden. 37 Prozent gaben an, unzufrieden zu sein. Mit Kretschmann zeigten sich 74 Prozent der befragten Wahlberechtigten zufrieden. Unter den CDU-Anhängern waren es gar 80 Prozent. lsw