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Coronavirus-Todesfälle in Baden-Württemberg auf drei gestiegen

Archivartikel

In Baden-Württemberg ist erneut ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums meldete der Landkreis Göppingen den landesweit dritten Todesfall in Zusammenhang mit der Pandemie. Es handelt sich demnach um einen 1935 geborenen Mann aus dem Kreis Göppingen, der am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden war.

Zuvor hatte der Landkreis Esslingen den Tod eines 80 Jahre alten und vorerkrankten Rheumapatienten aus Wendlingen vermeldet. Bereits vor mehr als einer Woche war ein 67 Jahre alter Mann in Remshalden gestorben, der ebenfalls das Virus in sich trug.

Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg im Laufe des Freitags um mindestens 115 Fälle auf 569 Kranke. "Bei den in Baden-Württemberg bislang aufgetretenen Fällen handelt es sich fast ausschließlich um solche mit nachvollziehbaren Infektionsketten", teilte das Ministerium mit. Acht Patienten werden laut dem Landesgesundheitsamt derzeit auf Intensivstationen betreut.

„Wir haben von Anfang darauf hingewiesen, dass der Krankheitsverlauf bei einer Infizierung mit dem Coronavirus zwar bei einer großen Mehrheit der Bevölkerung moderat ist, es aber eben auch – vor allem bei älteren Menschen – sehr ernsthafte, kritische Verläufe gibt“, wurde Gesundheitsminister Manne Lucha in einer Mitteilung nach dem zweiten bestätigten Todesfall zitiert. Der Minister ergänzte, der zweite Todesfall müsse "eindringlich" zeigen, wie ernst die Situation "für unser Gesundheitswesen" sei. Es müsse "alles in unserer Macht Stehende" dafür getan werden, um "gerade die besonders gefährdeten vulnerablen Gruppen wie chronisch kranke, pflegebedürftige und ältere Menschen vor dem Virus zu schützen. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von höchster Dringlichkeit."