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Artenschutz Bauern übergeben rund 90 000 Unterschriften

Debatte gefordert

Archivartikel

Stuttgart.Mit einem Volksantrag wollen die Bauern in Baden-Württemberg ihre Sicht der Dinge beim Artenschutz in den öffentlichen Fokus rücken. Sie übergaben am Freitag in Stuttgart rund 90 000 Unterschriften an den Landtag, um eine Plenardebatte zum Thema anzustoßen. Ursprünglich war der Volksantrag eine Reaktion der Bauern auf das sogenannte Bienen-Volksbegehren für mehr Artenschutz. Dieses hatte viele Landwirte im Südwesten verärgert. Im Dezember hatten sich Regierungsvertreter, Bienenfreunde, Naturschützer und Bauernverbände auf alternative Pläne für mehr Artenschutz geeinigt.

Den Volksantrag halten die Bauern dennoch nicht für überholt. Zwar seien einige Anliegen in die Eckpunkte eingeflossen, sagte der Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes, Werner Räpple. Andere fehlten noch, so zum Beispiel die Verantwortung des Handels dafür, vorrangig heimische Produkte anzubieten. Zudem müsse ein stärkeres gesellschaftliches Bewusstsein für die Lage der Bauern geschaffen werden. Agrarminister Peter Hauk (CDU) meinte, der Volksantrag trage die Debatte über die Situation der Bauern in die Mitte der Gesellschaft hinein.

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