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Kriminalität Die meisten Fahrräder in Frankfurt entwendet

Diebstähle sinken um zehn Prozent

Wiesbaden.Die Zahl der Fahrraddiebstähle in Hessen ist im vergangenen Jahr gesunken. Die Polizei zählte nach Angaben des Hessischen Landeskriminalamtes (LKA) insgesamt rund 13 770 Fälle – fast 9,8 Prozent weniger als 2016 mit rund 15 270. Dadurch sei ein Schaden von etwa 8,6 Millionen Euro entstanden. Schwerpunkte waren laut LKA neben den Großstädten auch Uni-Städte wie Gießen und Marburg.

Besonders oft gingen Fahrraddiebe in Hessens größter Stadt Frankfurt ans Werk – rund 4200 Mal. Es folgen Darmstadt (774), Wiesbaden (599), Kassel (589) und Offenbach (494). In Gießen schlugen die Täter 440 Mal zu, in Marburg gab es 208 Fälle. Verschont blieben Radfahrer in Herleshausen: Dort wurde 2017 kein einziger Diebstahl bekannt.

Die Aufklärungsquote lag insgesamt bei 11,2 Prozent. 100 Prozent Ermittlungserfolg meldete die Polizei unter anderem im mittelhessischen Rabenau – aber dort hatten es die Beamten auch „nur“ mit drei Taten zu tun. Der einzige Raddiebstahl von Schotten (Vogelsbergkreis) konnte ebenfalls zu den Akten gelegt werden.

Die Aufklärungsquote wäre höher, wenn mehr Besitzer die individuelle Rahmennummer oder andere Daten ihrer Räder registrieren würden, sagte ein LKA-Sprecher. Bei verdächtigen Beobachtungen könnten Beamte dann leichter klären, ob die Gefährte gestohlen seien – und wem diese gehörten. Es sei wichtig, die individuellen Daten in einem Fahrradpass festzuhalten, sagte Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, laut einer Mitteilung vom Montag. „Mit den Fahrraddaten kann die Polizei gestohlene Fahrräder zweifelsfrei identifizieren und in der Folge an den rechtmäßigen Eigentümer zurückgeben.“ Die Polizei bietet auch eine kostenlose Fahrradpass-App für Smartphones an.

Die Polizei rät zudem zu einer guten Sicherung: „Es empfiehlt sich, ein massives Stahlketten-, Bügel- oder Panzerkabelschloss zu verwenden, das groß genug ist, um das Fahrrad an einem festen Gegenstand wie etwa einem Fahrradständer anzuschließen“, betonen die Beamten auf einer Präventions-Plattform in Internet. Es bringe nichts, nur die Reifen zu blockieren: Die Täter tragen die Fahrräder dann einfach weg. lhe