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Prozess Gutachten im „Mordfall Susanna“ vorgestellt

DNA-Spur an Jacke belastet Ali B.

Wiesbaden.Auf der Jacke der getöteten Mainzer Schülerin Susanna sind DNA-Spuren des Angeklagten Ali B. gewesen. Zudem wurde die DNA einer weiteren, aber unbekannten männlichen Person entdeckt. Ein entsprechendes Gutachten des hessischen Landeskriminalamtes wurde gestern im Mordprozess gegen Ali B. vor dem Landgericht Wiesbaden vorgestellt. Die DNA könnte zu einem Verwandten des Angeklagten gehören, so eine Hypothese des Gutachtens.

Vergewaltigung bestritten

Der 22 Jahre alte Iraker Ali B. hatte zum Prozessauftakt gestanden, die 14-jährige Susanna im Mai 2018 in Wiesbaden-Erbenheim getötet zu haben. Den weiteren Vorwurf der Vergewaltigung bestritt er.

Möglicherweise habe Ali B. die Jacke um Susannas Hals geknotet und sie damit auf dem Rücken über den Boden geschleift, berichtete eine Rechtsmedizinerin. Für diese These sprächen auch die Erde, Steinchen und ein Kaninchenknochen in der Hose des Mädchens.

Seit dem 19. März steht Ali B. wegen einer weiteren Straftat vor dem Landgericht: Er soll zweimal eine Elfjährige vergewaltigt haben, bei einem Vorfall mit einem wesentlich jüngeren Mittäter. Dieser Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Verhandlung stehe noch am Anfang der Beweisaufnahme, erklärte ein Gerichtssprecher. Bis Ende Mai seien fünf Verhandlungstage vorgesehen.