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Fessenheim Kretschmann will AKW abschalten lassen

Drängen auf Schließung

Straßburg.Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat auf ein baldiges Ende des umstrittenen Atomkraftwerks Fessenheim nahe der deutschen Grenze gepocht. „Ich habe noch einmal sehr darauf gedrängt, dass Baden-Württemberg eine schnelle Abschaltung des Reaktors in Fessenheim erwartet“, sagte Kretschmann gestern in Straßburg nach Gesprächen mit dem französischen Umweltstaatssekretär Sébastien Lecornu.

Lecornu wurde von der französischen Regierung bestellt, um die Zukunft Fessenheims ohne Atomkraftwerk vorzubereiten. Er bekräftigte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz, dass die Schließung des ältesten noch laufenden Atomkraftwerks Frankreichs beschlossene Sache sei.

Das Kraftwerk im Elsass gilt Kritikern zufolge als Sicherheitsrisiko. Es soll nach derzeitigen Plänen vom Netz gehen, wenn der neue Europäische Druckwasserreaktor (EPR) im nordfranzösischen Flamanville am Ärmelkanal den Betrieb aufnimmt. Das ist für Ende 2018, Anfang 2019 vorgesehen. lsw