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Verkehr Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz suchen gemeinsame Lösung für Hochstraßenprobleme in Ludwigshafen und öffentlichen Nahverkehr

Dreiländerpakt für die Region Rhein-Neckar

Archivartikel

Stuttgart/Mannheim.Mit einem gemeinsamen Mobilitätspakt wollen die Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz die Verkehrsprobleme in der Metropolregion Rhein-Neckar angehen. Nach einem Gespräch in Stuttgart erklärte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne), Lösungen für drängende Probleme wie die aus Sicherheitsgründen gesperrte Hochstraße in Ludwigshafen könnten nur gemeinsam gefunden werden. Der Grünen-Politiker betonte zugleich, es gehe nicht um den Straßenverkehr alleine: „Wir brauchen einen Mobilitätspakt mit dem Ziel, die Verkehrsprobleme im Dreiländereck umweltfreundlich und nachhaltig zu lösen.“ Busse und Bahnen könnten da wie Fahrräder einen klimafreundlichen Beitrag leisten.

Hermann stellte klar, dass „das Akutproblem Hochstraße so schnell wie möglich von Ludwigshafen und Rheinland-Pfalz beziehungsweise vom Bund gelöst werden muss“. Das Land Baden-Württemberg und die Stadt Mannheim würden dabei helfen, wo es möglich sei.

Für den Verband Region Rhein-Neckar begrüßte sein Vorsitzender Stefan Dallinger das gemeinsame Engagement der drei Bundesländer. „Mein Ziel ist es, einen umsetzungsorientierten Mobilitätspakt mit konkreten Maßnahmen sehr zeitnah zu beschließen.“ Angesichts der Vorgespräche zwischen Wirtschaft und Verwaltung in der Region sei er zuversichtlich, dass dies gelingt. Noch in diesem Jahr ist ein Treffen der zuständigen Staatssekretäre aus den drei Ländern sowie der Städte Mannheim und Ludwigshafen geplant. Dabei soll ein Arbeitsprogramm auf den Weg gebracht werden. Besiegeln würden den Dreilländermobilitätspakt die Landesminister im nächsten Jahr.

Konkrete Vorschläge

Ralph Schlusche, Direktor des Verbands Region Rhein-Neckar, sprach im Planungsausschuss des Verbands in Mannheim von einem „guten Tag“ für die Region. „Es ist wichtig, dass die Länder dabei sind“, sagte er. Denn die würden nicht nur Verkehrsprojekte finanzieren, sondern könnten die Region auch bei der Aufnahme von Projekten in den Bundesverkehrswegeplan unterstützen.

Schlusche kündigte an, unter Federführung der Industrie- und Handelskammer werde eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Die soll Vorschläge ausarbeiten, was Unternehmen zur Entschärfung der angespannten Verkehrssituation beitragen können. Als Beispiel nannte er die Entzerrung des Arbeitsbeginns am Morgen, Home-Office-Regelungen und die Finanzierung von Job-Tickets für Bus und Bahn.

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