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Medien Koalition will weniger Pressemitteilungen verschicken

Dreyer weist Kritik zurück

Archivartikel

Mainz.Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Social-Media-Pläne ihrer Regierung verteidigt. „Es ist völlig klar, wir machen keine journalistische Arbeit.“ Die Regierung wolle über ihre Arbeit künftig stärker über Social Media und nicht mehr nur über Pressemitteilungen informieren und dies auf professionelle Beine stellen. Das Wort „Newsroom“ sei missverständlich gewesen, sagte Sprecherin Andrea Bähner.

Die Ankündigung der Staatskanzlei auf einem Online-Portal für Verwaltung, ihren Pressedienst zu einem „Newsroom“ auszubauen und über Social Media mit Bürgern stärker in Kontakt zu treten, war auf scharfe Kritik gestoßen. Auch, weil die Sprecherin dies unter anderem damit begründet hatte, dass „die Versorgung durch klassische Medien“ sinke.

Die Landesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Andrea Wohlfart, hatte kritisiert: „Die Regierung verschärft die von ihr bemängelte sinkende Reichweite klassischer Medien und trägt mit dazu bei, die Pressefreiheit auszuhöhlen und so die Demokratie zu bedrohen.“ Kritik kam auch von mehreren Medien, der CDU und dem Steuerzahlerbund. lrs