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Drogenhunde an Eingängen im Einsatz

Archivartikel

Justizminister Guido Wolf (CDU) kündigt in der Schmuggel-Affäre Konsequenzen an. „Wir werden schonungslos aufklären“, sagte Wolf gestern dieser Zeitung. Er schloss auch „disziplinarische oder andere Konsequenzen“ nicht aus. Zudem solle geprüft werden, „inwieweit Kontrollen von Mitarbeitern möglich sind“. So könnten JVA-Beamte am Eingang überprüft werden. Ähnlich wie im Flughafen sei dabei der Einsatz von Metalldetektoren oder Rauschgifthunden denkbar. Laut einem Sprecher Wolfs hat das Ministerium bereits Kontrollen in den Haft- und Freizeiträumen der Heilbronner JVA durchgeführt. Auch Drogenspürhunde seien eingesetzt worden.

Nico Weinmann, rechtspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, erhöhte gestern den Druck auf Wolf: „Die Frage ist, ob es sich um einen Einzelfall handelt – oder ob es Drogenschmuggel durch Mitarbeiter auch in anderen JVAs in Baden-Württemberg gibt.“ Zudem müsse Wolf darlegen, wer in seinem Ministerium wann und was zu der Drogenaffäre erfahren habe. 

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