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Stuttgart 21 Land und Bahn schließen Finanzierungsvertrag

Drohendes Nadelöhr abgewendet

Archivartikel

Stuttgart.Ein drohendes Nadelöhr für das Milliardenprojekt Stuttgart 21 ist abgewendet: Land und Bahn haben sich gestern auf einen Finanzierungsvertrag für den zunächst nicht vorgesehenen zweigleisigen Ausbau eines Abschnitts bei Wendlingen geeinigt. Vor den Toren der Landeshauptstadt soll die Neckartalbahn aus und in Richtung Reutlingen/Tübingen nun doch kreuzungsfrei an die entstehende Neubaustrecke Stuttgart – Ulm und den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof angeschlossen werden.

Bis zu 100 Millionen Euro soll die sogenannte Große Wendlinger Kurve kosten – vorfinanziert durch das Land. Unter dem Strich teilen sich durch Umschichtungen am Ende der Bund auf der einen Seite sowie das Land, der Verband Region Stuttgart und die Region Neckar-Alb auf der anderen das Ganze aber nahezu halbe-halbe.

Fertigstellung 2022

Möglich macht das der Finanzierungsvertrag, den Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und der Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, Ronald Pofalla, gestern unterzeichneten. Hermann sagte: „Damit gelingt es in letzter Minute doch noch, einen Engpass im Schienennetz zu vermeiden, über den lange diskutiert wurde.“

Die rund 3,7 Milliarden Euro teure Neubaustrecke Wendlingen –Ulm soll bis 2022 fertig sein. Auf den Tiefbahnhof Stuttgart 21 inklusive aller Brücken und Zubringertunnel müssen die Bahnreisenden aber noch bis Ende 2025 warten. lsw