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Lübcke-Prozess BKA-Beamter bestätigt Kamera-Aufnahmen

E. hat Opfer ausgespäht

Archivartikel

Frankfurt.Der Hauptangeklagte im Prozess um den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat das Opfer und dessen Familie schon Jahre vor der Tat mit einer Kamera ausgespäht. Die Ermittler fanden Aufnahmen aus dem Jahr 2017 bei einer Hausdurchsuchung auf einem Laptop des Hauptangeklagten Stephan E., wie ein Beamter des Landeskriminalamts (LKA) am Dienstag vor dem Frankfurter Oberlandesgericht sagte. Die Aufnahmen seien aus einem Auto heraus gemacht worden und zeigten, wie das Auto der Familie Lübcke in deren Wohnort vorbeifahre.

Der Deutsche Stephan E. soll den CDU-Politiker im Juni 2019 erschossen haben. Dazu hat er drei unterschiedliche Geständnisse abgelegt. Vergangene Woche hatte sich der 47-Jährige bei einer Befragung erneut zu seiner Schuld bekannt. Die Bundesanwaltschaft geht von einem rechtsextremistischen Motiv aus. E.s früherer Arbeitskollege Markus H. ist wegen Beihilfe angeklagt. Er soll E. politisch beeinflusst haben.

E. hatte bereits eingeräumt, Lübcke über einen längeren Zeitraum ausgespäht zu haben. Ausgangspunkt war demnach eine Bürgerversammlung in Lohfelden im Jahr 2015. Der CDU-Politiker hatte dort die Aufnahme von Flüchtlingen verteidigt. Die Anklage wirft E. vor, auch mehrfach bewaffnet am Wohnort Lübckes gewesen zu sein, bis er die Tat schließlich ausführte.

Ob, wie von E. ausgesagt, es einen gemeinsamen Entschluss mit H. zur Tat gab, blieb auch am Dienstag unklar. Der LKA-Beamte war beauftragt worden, Angaben des Hauptangeklagten dazu zu überprüfen. Die Ermittlungen hierzu hätten nichts ergeben, sagte der Kriminalhauptkommissar. lhe