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Statistik Erhebung weist 1329 Helfer aus

Ehrenamtliche im Corona-Einsatz

Archivartikel

Stuttgart.Sie kaufen für alte Menschen ein, unterstützen Ärzte oder übernehmen Fahrdienste: Ohne ehrenamtliche Helfer wären die Herausforderungen der Corona-Krise nur schwer zu stemmen. Aus einer Erhebung des Innenministeriums geht hervor, dass in Baden-Württemberg 1329 Personen einer ehrenamtlichen Tätigkeit in Zusammenhang mit der Krise nachgehen.

Für die Statistik wurden alle Hilfsorganisationen im Südwesten abgefragt. „Das Engagement vieler Ehrenamtlicher in Baden-Württemberg bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie verdient höchsten Respekt und unsere volle Anerkennung“, erklärt Innenminister Thomas Strobl (CDU). Bei der Erhebung seien die vielen Mitglieder der Feuerwehren, die ihre tägliche Arbeit „unter den besonderen Infektionsschutzbedingungen mit großer Einsatzbereitschaft wahrnehmen“, noch nicht einmal mitgezählt.

DRK steht an der Spitze

Mit 800 Personen meldet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Baden-Württemberg die meisten ehrenamtlichen Helfer. Laut Jürgen Wiesbeck, Einsatzstab-Leiter des Verbands, übernehmen die Ehrenamtlichen unterschiedlichste Tätigkeiten. Sie helfen unter anderem Rettungsdiensten beim Krankentransport, leisten Unterstützung bei Corona-Teststationen oder beim Betrieb von Quarantäneeinrichtungen. Im Südwesten gibt es mit dem DRK Baden einen zweiten Landesverband, der aktuell 184 ehrenamtliche Helfer zur Bewältigung der Corona-Krise meldet. Nach Angaben von Sprecherin Karin Bundschuh übernehmen sie ebenfalls zahlreiche Tätigkeiten. Dazu zählen etwa Fiebermessungen am Baden-Airport bei ankommenden Erntehelfern.

Die Malteser, bei denen im Südwesten 250 Ehrenamtliche speziell bei der Bewältigung der Corona-Krise helfen, übernehmen unter anderem Fahrdienste sowie Telefonberatungen.

Das Land will die ehrenamtlichen Helfer unterstützen und stellt ihnen Corona-Hilfen in Höhe von 15,3 Millionen Euro zur Verfügung. Bewilligt werden die Gelder zum Beispiel für Verdienstausfälle. Auch Selbstständige, die sich engagieren, können die Unterstützung des Landes beantragen. Weiter werden die Kosten für Schutzmaterial, also zum Beispiel für Mundschutzmasken, übernommen.

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