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Kriminalität 63-Jähriger soll Baufirma ausgetrickst haben

Eine Million durch Papier getauscht

Archivartikel

Stuttgart.Ein 63-jähriger Angeklagter hat bei einem Prozess am Stuttgarter Landgericht gestanden, einer Straßenbaufirma eine Million Euro abgenommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem vor, das Geld in einem Umschlag durch Papierschnipsel ausgetauscht zu haben und mit der Million verschwunden zu sein. Über seinen Anwalt ließ der Mann am Donnerstag verlesen, dass es ihm leid tue. Doch entgegen der Anklage habe er für den Trickdiebstahl nur 10 000 statt der vorgeworfenen 400 000 Euro als Anteil erhalten.

Am 18. März 2016 soll sich der 63-Jährige in einer Bank als pensionierter Banker aus der Schweiz ausgegeben haben. Ein mutmaßlicher Mittäter hatte sich bei der Firma aus Gaggenau zuvor als Geschäftsmann im Verkehrsbereich vorgestellt und den 63-Jährigen als vermeintlichen unabhängigen Geldprüfer beauftragt. Bei dem Geschäft der Straßenbaufirma ging es um einen Betrag von 15 Millionen Euro für den Kauf von 300 000 Warnbaken – eine Million Euro sollte der mutmaßliche Mittäter als Provision bekommen.

Laut Staatsanwältin traf sich der 63-Jährige mit zwei Mitarbeitern der Firma in der Bank, um die Provision zu überprüfen. Er habe angegeben, nachsehen zu wollen, ob das Geld in einen größeren Umschlag passt, und die Summe in 500-Euro-Scheinen hineingepackt. Statt das Geld zurückzugeben, legte er den Umschlag in seinen Koffer und übergab den Mitarbeitern einen Umschlag, der mit Papier gefüllt war.

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