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Kultur Landesmuseum in Darmstadt wird 200 Jahre alt

Einzigartig und vielschichtig

Archivartikel

Darmstadt.Tote Tiere, Apparate, alte Meister und zeitgenössische Kunst: Von Millionen Jahre alten, versteinerten Skeletten ausgestorbener Arten bis zu Installationen von Joseph Beuys vereint das Hessische Landesmuseum in Darmstadt alles unter einem Dach. „Es gibt viele Einrichtungen, die eine große Bandbreite haben, aber Darmstadt sticht schon hervor“, sagt die Geschäftsführerin des Hessischen Museumsverbandes, Christina Reisch. Das Universalmuseum zählt zu den ältesten Deutschlands und feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag.

„In dem Zuschnitt, in dem wir es hier haben, sind wir einzigartig in Deutschland“, betont der Direktor des Museums, Martin Faass. Ähnliche Einrichtungen gebe es in Europa nur noch im österreichischen Graz und im schottischen Edinburgh. „Das Universalmuseum ist die Urform des Museums überhaupt.“

Seit 1906 in Messel-Gebäude

Der Großherzog von Hessen und bei Rhein, Ludewig I. (1753-1830), erwarb ebenso wie seine Vorfahren für die fürstliche Sammlung schon vor 1820 Stiche, Werke von Dürer und Rembrandt, Elfenbeinschnitzereien, Mineralien und Fossilien. 1820 gab er dann die gesamte Sammlung in Form einer Stiftung an den Staat und machte sie damit auch der Öffentlichkeit zugänglich. Anfangs noch im Schloss zur Schau gestellt ist die Sammlung seit 1906 im Prunkbau des gebürtigen Darmstädter Architekten Alfred Messel untergebracht. lhe