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Forschung Helmholtzzentrum und ESA kooperieren

„Einzigartige Einrichtung“

Darmstadt.Die Wirkung kosmischer Strahlen auf die Raumfahrt erforschen die Europäische Weltraumagentur Esa und das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung künftig gemeinsam. Dabei geht es um die Gesundheit von Astronauten, aber auch um die Folgen der Strahlung für Roboter und Satelliten, für Elektronik und Material.

„GSI ist die einzige Einrichtung in Europa, die in der Lage ist, hochenergetische schwere Kerne zu simulieren, die in der kosmischen Strahlung vorkommen“, sagte Esa-Generaldirektor Johann-Dietrich Wörner gestern in Darmstadt.

Die beiden internationalen Einrichtungen hatten an ihrem Sitz in Südhessen zuvor einen entsprechenden Rahmenvertrag für die Zusammenarbeit geschlossen. Dieser umfasst Strahlenbiologie, elektronische Komponenten, Materialforschung, Abschirmmaterialien und die Kalibrierung von Instrumenten.

Anlage soll 2025 fertig sein

Das GSI habe schon eine zweistufige Teilchen-Beschleunigeranlage, die für die Forschung bereits sehr hilfreich sei, sagte Wörner. „Mit Fair werden bald Experimente mit einem noch größeren Spektrum an Teilchenenergien und -intensitäten möglich sein.“ Die Anlage wird seit Sommer 2017 gebaut und soll 2025 voll betriebsfähig sein. Dann kann sie alle Elemente des Periodensystems (Ionen) und Antiprotonen auf 99 Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen.

„Die Kooperation von Fair und Esa eröffnet einmalige Möglichkeiten für exzellente Forschung im Bereich der kosmischen Strahlung und ihrer Auswirkungen“, sagte der Wissenschaftliche Geschäftsführer von Fair und GSI, Paolo Giubellino. „Fair wird eine weltweit einzigartige Einrichtung sein.“ lhe