Länder

Tarife Ergebnis soll auf Beamte übertragen werden

Erhöhung in drei Stufen

Archivartikel

Stuttgart.Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) will das Tarifergebnis für die Angestellten der Länder auf die Beamten übertragen. Die Bezahlung solle für alle Landesbeschäftigten in drei Stufen erhöht werden, teilte sie gestern in Stuttgart mit: rückwirkend zum 1. Januar 2019 um 3,2 Prozent, zum 1. Januar 2020 ebenfalls um 3,2 Prozent und zum 1. Januar 2021 um 1,4 Prozent. „Im Wettbewerb um kompetente, qualifizierte und motivierte Beschäftigte halte ich das für ein starkes Signal“, sagte Sitzmann.

Am Wochenende hatten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber auf acht Prozent mehr Lohn für die Angestellten im öffentlichen Dienst geeinigt – für alle Bundesländer außer Hessen. In Baden-Württemberg profitieren nach Angaben des Finanzministeriums etwa 74 000 Angestellte. Übertragen wird das Ergebnis auf etwa 185 000 Beamte und Richter sowie auf 136 000 Versorgungsempfänger im Südwesten.

Der Landeschef des Beamtenbundes, Kai Rosenberger, begrüßte Sitzmanns Ankündigung: „Vom Grundsatz her passt das.“ Sitzmanns Pläne müssen noch durchs Kabinett und dann durch den Landtag. Das Finanzministerium geht von Kosten in Höhe von 3,34 Milliarden Euro in den Jahren 2019 bis 2021 aus.