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Ermittlungserfolg Bande aus Litauen soll 279 Mal in abgestellte Wagen eingebrochen sein / Millionenschaden durch geklaute Navigationsgeräte und Radios

Erneuter Schlag gegen Autoschieber

Heilbronn.Nach Hunderten Beutezügen ist eine Bande mutmaßlicher Autoknacker geschnappt worden. Es seien mindestens 279 einzelne Taten aufgeklärt worden, teilten die Staatsanwaltschaften Heilbronn und Mosbach mit. Die Diebstähle – darunter vor allem Navigationsgeräte und Autoradios – sollen einen Schaden von mehreren Millionen Euro angerichtet haben. Eine besondere Vorliebe zeigte die Bande laut Polizei für BMWs. An den Ermittlungen beteiligt waren neben den beiden Staatsanwaltschaften auch die baden-württembergische und die bayerische Polizei, das Bundeskriminalamt (BKA), die europäische Polizeibehörde Europol, die litauischen Sicherheitsbehörden und Beamte aus Belgien.

Immer wieder sorgen organisierte Autoknacker-Banden für Schlagzeilen. Während in Baden-Württemberg allerdings immer mehr Autos komplett geklaut werden, sinkt die Zahl der Aufbrüche stark. Laut Landeskriminalamt wurden im vergangenen Jahr 1785 Fälle registriert – das sind 25 Prozent weniger als im Jahr zuvor. „Es wird anscheinend häufiger nicht nur ein Teil gestohlen, sondern gleich der ganze Wagen geklaut und zerlegt“, sagte Kfz-Händler Dietmar Clysters vom Landesverband des Kraftfahrzeuggewerbes.

Absatzmarkt Osteuropa

Nach Angaben des BKA ist Litauen ein führender illegaler Absatzmarkt für die gestohlenen Produkte in Osteuropa. Außerdem ist es ebenso wie Polen als Transitland bekannt. „Über diese Staaten verlaufen auch die Hauptverschieberouten entwendeter Kraftfahrzeuge in Richtung Zentralasien“, heißt es beim BKA. In Deutschland geknackte Autos oder Teile würden meistens ins Ausland geschmuggelt, die Wagen dort zerlegt.

Verkauft würden Teile wie Airbags oder Navis, aber auch größere Komponenten wie Motoren, Getriebe und Karosserieteile „über gängige Internetportale“. lsw

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