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Finanzen Frankfurter Volksbank und Taunus Sparkasse gehen neue Wege / Umbau der Standorte dauert länger als erhofft

Erste gemeinsame Filiale vor Eröffnung

Frankfurt/Bad-Soden.Die flächendeckende Zusammenarbeit von Frankfurter Volksbank und Taunus Sparkasse in Hessen nimmt Gestalt an: Am 19. Dezember wollen die Institute im Taunusort Bad Soden ihre erste gemeinsame Filiale im neuen Gewand eröffnen – gut drei Monate nach Vorstellung des Konzepts. Das geht aus einer am Donnerstag verschickten Einladung zu dem Termin hervor.

Der Umbau der Standorte zu sogenannten Finanzpunkten dauert jedoch länger als erhofft. Anfang September hatten die Vorstände das Ziel genannt, im laufenden Jahr zehn solcher Standorte in Betrieb zu nehmen. Das können sowohl Selbstbedienungsstellen als auch Filialen mit Mitarbeitern sein. Im Bad Sodener Stadtteil Neuenhain betreiben die beiden Institute schon seit Anfang 2019 zusammen eine SB-Stelle, künftig soll es dort auch wieder Beratung geben.

Die Zusammenarbeit ist eine Antwort auf den Kostendruck in der Branche: Die zweitgrößte Volksbank in Deutschland und die Sparkasse wollen ihre Präsenz gerade im ländlichen Raum auch in einer Zeit gewährleisten, in der immer weniger Kunden in Filialen kommen.

„Bleiben Wettbewerber“

„Wir nutzen gemeinsame Räumlichkeiten, bleiben dabei aber selbstverständlich Wettbewerber“, hatte die Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Volksbank, Eva Wunsch-Weber, bei der Vorstellung des Konzepts gesagt. An 17 Standorten sollen die gemeinsamen Filialen an jeweils zwei Tagen mit Volksbank-Mitarbeitern und an zwei anderen Tagen mit Sparkassen-Mitarbeitern besetzt sein. An neun weiteren Standorten sind gemeinsame SB-Stellen geplant.

Dass Geldhäuser aus unterschiedlichen Lagern in so großem Stil so eng zusammenarbeiten, ist bundesweit ein Novum. Kleinere Kooperationen gibt es jedoch bereits: So teilen sich in ländlichen Regionen beispielsweise Institute mitunter einen Geldautomaten, um dort die Bargeldversorgung sicherzustellen. lhe