Länder

Gartenschau Weniger Besucher als erhofft

Erwartungen gedämpft

Bad Schwalbach.Der Geschäftsführer der Landesgartenschau in Bad Schwalbach, Michael Falk, hat die Erwartungen gedämpft. „Wir haben als Ziel 500 000 Besucher ausgegeben. Aber wenn wir bei 300 000 oder 400 000 rauskommen, dann ist das auch ok“, sagte Falk der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben in Bad Schwalbach keinen Bahnanschluss und liegen auch etwas abseits. Das ist schon anders als in Gießen.“ In die mittelhessische Stadt kamen zur letzten Landesgartenschau im Jahr 2014 rund 500 000 Besucher. Das waren aber auch deutlich weniger als erwartet. Die Landesgartenschau geht noch bis zum 7. Oktober. Bislang wurden seit dem Start Ende April mehr als 119 000 Besucher gezählt.

Langfristig gehe es darum, die Stadtentwicklung mit ihrer touristischen Ausrichtung in Bad Schwalbach voranzubringen, sagte Falk. Deutschland erlebe seit Jahren einen Tourismusboom mit einem Trend zum Landleben.

Bewässerung zweimal täglich

Für das Konzept der Landesgartenschau gebe es überwiegend positives Feedback der Besucher, berichtete der Geschäftsführer. Einige Kritik sei zwar wegen der Preise in der Gastronomie gekommen, „aber wir können nicht die Preise wie für eine Pizza an der Ecke oder in der Kneipe nehmen.“ Zudem gebe es immer noch eine große Zahl an Besuchern, die erwarteten vor allem eine große Blumenpracht bei einer Landesgartenschau. Das sehe das Naturkonzept in Bad Schwalbach aber nicht vor und wäre auch mit dem vorhandenen Budget nicht finanzierbar gewesen.

Um die Pflanzen vor der Hochsommerhitze zu schützen, wird auf dem Gelände bis zu zweimal am Tag gewässert; allerdings nicht auf dem gesamten Areal. „Es ist nicht möglich, zwölf Hektar Rasenfläche permanent zu bewässern“, erklärte Falk. Es werde aber viel mit Drainagen an den Hängen des Geländes gearbeitet. lhe