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Geschichte Landesstelle in Karlsruhe eingerichtet

Extremismus dokumentiert

Archivartikel

Karlsruhe.Das Land Baden-Württemberg richtet in Karlsruhe eine Stelle ein zur Dokumentation extremistischer Netzwerke und Strukturen. Am Generallandesarchiv sollen Informationen zunächst vor allem zum Rechtsextremismus gesammelt und der Forschung wie auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Startschuss für die Dokumentationsstelle für (Rechts-)Extremismus war am Mittwoch.

Den Kern bildet die Sammlung des Journalisten Anton Maegerle: Der Experte für Rechtsextremismus schenkt dem Generallandesarchiv rund 2500 Ordner mit Material. Die Sammlung gilt als bundesweit größte ihrer Art. „Dass er sein umfangreiches Archiv nun dem Land schenkt und damit Vertrauen in uns setzt, ehrt uns außerordentlich“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne). Für den Aufbau der Stelle gibt das Land für die Jahre 2020 und 2021 rund 230 000 Euro aus.

Laut Bauer ist das Projekt auch eine Konsequenz aus dem Landtags-Untersuchungsausschuss zur Terrororganisation „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Den Rechtsterroristen werden zehn Morde zwischen 2000 und 2007 zugeschrieben, darunter auch der an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn. lsw

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